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Das Handwerk Maurer steckt in der Krise. Die Feststellung kommt gewiss nicht überraschend. Die Entwicklung, die anfangs noch als bedrohlich bezeichnet wurde, gefährdet mittlerweile viele Handwerksbetriebe. An ein schnelles Abflauen der Krise glaubt zurzeit niemand so richtig. Grund genug hinter die Kulissen zu blicken, um nach den genaueren Gründen für die Krise im Handwerk Maurer zu suchen. Ein wichtiger Faktor, der die Entstehung der Krise nachhaltig beeinflusst hat, dürfte gewiss die allgemeine Flaute im Baugewerbe sein. Wie kaum ein anderes Handwerk hängt das Handwerk Maurer von den Rohbauarbeiten ab. Die Unlust neue Gebäude zu errichten hat neben wirtschaftlichen aber auch politische Gründe. Der Staat hat sich als erklärtes Ziel auf die Fahnen geschrieben den bestehenden Gebäudestock effizienter zu nutzen. Statt neue Gebäude zu errichten, sollen in Zukunft alte Gebäude überwiegend saniert und renoviert werden.Die entsprechenden Folgen für das Handwerk Maurer lassen sich heute erkennen. Hierzu kommt, dass bei der Renovierung von Altgebäuden freilich auch handwerkliche Tätigkeiten am Mauerwerk anfallen, die aber in steigender Anzahl von den Gebäudebesitzern in Eigenregie durchgeführt werden.
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Im Gegensatz zu den aufwendigen Arbeiten am Neubau von Gebäuden ist nämlich das Ausbessern von bereits bestehenden Mauerwerken deutlich unkomplizierter. Viele Maurer klagen, dass Gebäudebesitzer durch verschiedene Medien mit kostenlosen und unverbindlichen Tipps und Tricks versorgt werden, die sie auffordern, Arbeiten am Mauerwerk selbst in die Hand zu nehmen. All dies schlägt sich in der Auftragslage nieder. Das Handwerk Maurer schreibt jetzt schon das dritte Jahr, in dem in Folge die Umsatzzahlen in den Keller gehen. Der Sprecher des Bundesverbandes Manfred Mauer gibt zu, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden: Durch den Bauboom, der sich durch die Wiedervereinigung begründet, sind wir faul geworden. Den Preis für ein zu defensives Auftreten zahlen wir heute. Trotzdem gehen wir davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Jahren entspannen wir. Die von uns eingeleiteten Maßnahmen brauchen leider etwas Zeit, bevor sie ihre Wirkung entfalten.



