Umzug in Eigenregie

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Welche Umzugsarten gibt es?

Standardumzug Bei einem Standardumzug übernimmt die Spedition nur einen Teil der insgesamt anfallenden Arbeiten, das heißt: Sie können vereinbaren, ob Sie Ihre Kisten und Kartons selbst packen und die Spedition lediglich die Möbel ab und wieder auf baut und das Umzugsgut transportiert. Oder Sie übernehmen das Montieren der Möbel auch selbst, dann ist die Spedition nur für den reinen Transport zuständig. Im Vergleich zum Komfortumzug können Sie so ungefähr 10 bis 15 Prozent des Preises sparen, aber dafür haben Sie auch erheblich mehr an Eigenleistung zu erbringen. Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Standard- und dem umfassenden Komfortumzug besteht im Versicherungsschutz. Wenn beim Standardumzug etwas beschädigt wird, müssen Sie hinterher dem Spediteur gegenüber nachweisen, dass die Beschädigung nicht schon beim Verpacken entstand. Geht beim Transport selbst irgendetwas kaputt, so verlangt der Spediteur einen Nachweis, dass die Transportschäden nicht von Ihnen durch unsachgemäßes Verpacken verschuldet wurden. Im Schadensfalle kann es also passieren, dass der Standardumzug teurer wird als der Komfortumzug. Überlegen Sie daher vorher genau, welche Variante des Umzugs sie wählen! Komfortumzug Bei einem Komfortumzug bietet Ihnen die Spedition einen Umzugs-Komplett-Service. Die Mitarbeiter der Spedition rücken zum vereinbarten Termin mitsamt Kartons und Hilfsmitteln an und verpacken Ihre gesamte Wohnungseinrichtung. Das Ganze wird von Fachleuten transportiert und in der neuen Wohnung wieder ausgepackt. Sie können die Abläufe kontrollieren, es klappt aber auch ohne Sie. Aber diese umfassende Leistung hat ihren Preis: Die Stiftung Warentest ermittelte vor einiger Zeit, dass dieser Komplett-Service bei einer üblich eingerichteten Zwei-Zimmer-Wohnung durchschnittlich 125 bis 150 Euro mehr kostet als der Standardumzug. Bei einer Vier-Zimmer-Wohnung sind es schon ca. 500 bis 650 Euro Mehrkosten. Für Ihr Geld werden Sie aber auch vollständig sowohl zeitlich wie auch versicherungstechnisch entlastet. Da die Spedition alle Leistungen übernimmt, ist sie auch für alles verantwortlich und Sie brauchen im Schadensfall keine langwierigen Streitereien zu fürchten. Überlegen Sie, welche der beiden Varianten Ihnen attraktiver erscheint. Umzug in Eigenregie Der selbst organisierte Umzug hat zweifellos einen großen Vorteil: Man kann Geld sparen - falls man alles richtig macht und nichts vergisst! Aber können Sie mit genügend Hilfe rechnen, haben Sie die Zeit und Lust, alles selbst zu organisieren? Lautet ihre Antwort dreimal "ja", kommt für Sie der Umzug in Eigenregie in Betracht.

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Bevor Sie sich entweder für den Umzug in Eigenregie oder den Speditionsumzug entscheiden, führen Sie sich genau vor Augen, was es heißt, einen kompletten Umzug selbst durchzuführen. Dass es Schwerstarbeit sein kann, Dutzende schwere Kisten zu schleppen, ganz zu schweigen von Waschmaschinen, Kühltruhen und Omas Bauernschrank, der sich partout nicht auseinander nehmen lässt. Denken Sie auch an ihre empfindliche Glasvitrine und beurteilen Sie, ob Sie die antike Wanduhr wirklich heil und unversehrt von einem Ort zum anderen schaffen können. Durch Schäden an teuren oder ihnen besonders lieben Dingen kann der Umzug für Sie kostenintensiver werden, als wenn Sie gleich ein professionelles Unternehmen damit beauftragt hätten. Außerdem: Wenn Sie in Eigenregie umziehen, sind Sie auf die gutwillige Unterstützung vieler Freunde und Bekannten angewiesen. Mit wessen Freizeit können Sie wirklich rechnen? Wenn es sich um eine große Entfernung handelt, müssen Sie die Kosten für einen Leihwagen, für eventuelle Übernachtung und Verpflegung einrechnen. Haben Sie einen Führerschein für das von ihnen benötigte Fahrzeug? Verfügen Sie tatsächlich über die Zeit, einen kompletten Umzug über die Bühne zu bringen? Erwägen Sie alles in Ruhe und bedenken Sie, dass Geld nicht das Einzige ist, was ein Umzug ihnen abverlangt. Wenn Sie sich für den Umzug in Eigenregie entschieden haben, so finden Sie auf den folgenden Seiten detailliert und chronologisch geordnet alles, was zur Organisation nötig ist. Wir geben Antworten auf viele Fragen. Transporthilfen für den Umzug in Eigenregie Es gibt vierrädrige Lastenrollwagen mit rutschfester Auflage und Klappbügel (für Gegenstände bis 100 kg). Ebenfalls für Lasten bis ca. 100 kg eignen sich Sackkarren, mit denen man sehr gut mehrere Kisten übereinander transportieren kann (auch für Treppen geeignet). Auf sogenannten Möbelhunden mit vier Gummirädern kann man bis zu 300 kg schwere Gegenstände wie Herde und Waschmaschinen transportieren. Auch mit Tragegurten bekommt man zum Beispiel Waschmaschinen viel leichter weg. Aber lassen Sie sich diese Tragetechnik bitte von jemandem zeigen, der etwas davon versteht. Diese Transporthilfen können Sie in den allermeisten Fällen bei den Transportunternehmen leihen (gegen Kaution!). Denken Sie auch an genügend Decken, um Ihre teuren Güter für den Transport gut zu polstern.

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