Finden Sie ein Angebot für den Umzug
Die komfortabelste aber auch teuerste Art den Wohnort zu wechseln, ist der Umzug mit einem Umzugsunternehmen. Immerhin jede dritte Person, die Ihre Möbel umziehen möchte, entscheidet sich für die Variante mit einer Umzugsfirma. Selbst zwei Waschmaschinen und drei Klaviere stellen Umzugsfirmen mit gutem Service nicht vor ein Problem. Während sich Umzugsprofis um ihr Hab und Gut kümmern, können Sie entspannt die Beine hoch legen, sofern Ihnen noch eine Sitzgelegenheit zur Verfügung steht. Einige Dinge gibt es beim Umzug mit einer Spedition zu beachten. Bei Billigangeboten ist Vorsicht geboten Einen Preisvergleich anzugehen lohnt sich auf jeden Fall. Generell gilt, dass das billigste Angebot nicht unbedingt das beste sein muss. Ausschlaggebend ist wie immer vielmehr das Preis-Leistungs-Verhältnis. Speziell Angeboten, die besonders preiswert scheinen, folgt oft eine deutlich höhere Rechnung. Manche Anbieter nämlich treiben den zunächst genannten Preis durch Aufschläge für angeblich erbrachte Leistungen nachträglich in die Höhe. Standgebühren, Treppengelder oder zusätzliche Spesen werden in dem Fall angeführt. Kleinanzeigen, die mit einem Pauschalpreis von 300 Euro pro Tag oder 10 Euro pro Arbeitsstunde werben, sind deshalb in der Regel genau unter die Lupe zu nehmen. Das Erstellen einer Umzugsgutliste Da das Volumen Ihres gesamt umzuziehenden Mobiliars den Preis mitbestimmt, ist es notwendig, eine so genannte Umzugsliste anzulegen. Diese soll einen detaillierten Überblick über alle Möbel, Kartons und sonstige Gegenstände ermöglichen. Bei der Anmeldung zum Beispiel bei der Umzugsauktion kann eine Umzugsfirma anhand einer solchen Liste den Preis besser kalkulieren, und Sie können sich vor nachträglichen Preisaufschlägen schützen, vorausgesetzt alle Umzugssachen wurden in der Liste verzeichnet. Nutzen Sie außerdem die Gespräche mit dem Spediteur, um alle Teilleistungen genau abzusprechen. Einen Kostenvoranschlag anfordern Lassen Sie sich eine ausführliche Leistungsbeschreibung zusenden, um das Preis-Leistungs-Verhältnis des Spediteurs besser einschätzen zu können. Bestehen Sie außerdem auf einen Kostenvoranschlag. Dieser sollte alle vereinbarten Nebenleistungen berücksichtigen und unterschrieben sein. Die Teilleistungen reichen vom Aufstellen der Halteverbotsschilder über einen Außenlift bis hin zum Packmaterial und Möbelaufbau. Damit der Möbelspediteur den Aufwand abschätzen kann, sollten Sie mit ihm zusammen die alte und neue Wohnung besichtigen. Achtung bei Stundenabrechnungen Spediteure rechnen auf zwei unterschiedliche Weisen ab: Die einen rechnen nach Aufwand und Stunden, die anderen bieten einen Festpreis an.
Angebot Umzug kostenlos und unverbindlich
Wer eine Stundenabrechnung vorzieht, muss mit Mehrkosten von 10 bis 20 Prozent rechnen, denn oft kommt der Zeitrahmen durcheinander, so dass der Preis höher wird als erwartet. Vereinbaren Sie einen Festpreis Um sich vor bösen Überraschungen zu schützen, sollten Sie einen Festpreis vereinbaren. Seriöse Umzugsunternehmen werden Bereitschaft dazu signalisieren, wenn sie den Aufwand abschätzen können. Aber auch hier gibt es Hintertürchen im Vertrag, wie zum Beispiel den Zusatz im Kleingedruckten "Abrechnung nach Aufwand". Dieser erlaubt es einer Umzugsfirma, Nebenleistungen im Nachhinein in Rechnung zu stellen. Haftung Für Schäden und Verluste, die in der Zeit des Umzugs entstehen, haftet der Umzugsservice. Er ist nur dann von der Haftung befreit, wenn Schäden auf Umständen beruhen, die auch bei größter Sorgfalt nicht zu vermeiden waren und deren Folgen nicht abzuwenden waren, so wie es zum Beispiel bei Naturkatastrophen der Fall ist. Genauso wenig haftet die Spedition für Gegenstände, die nicht von ihr selbst gepackt wurden. Auch für Pflanzen und Tiere, Juwelen, Geld und andere Kostbarkeiten übernimmt sie keine Haftung. Transportversicherung Die Haftung einer Umzugsfirma ist auf höchstens 613 Euro pro Kubikmeter Laderaum beschränkt. Der tatsächliche Wert des Hausrats liegt jedoch oftmals über dieser Haftungsgrenze. Zudem sinkt die Haftungsgrenze, wenn Möbel nicht neu sind. In dem Fall wird dem Umzugsgut der so genannte Zeitwert angerechnet. Deshalb und wegen der Haftungsausschüsse sollten Sie bei Ihrem Umzugsservice zusätzlich eine Transportversicherung abschließen. Zögern Sie nicht, genau nachzufragen. Die genaue Erläuterung der Geschäftsbedingungen und Klauseln kann viel Licht ins Dunkel bringen. Reklamationsfrist Umzüge - Die Beweislast liegt beim Kunden, wenn es beim Transport der Möbel zu Schäden kommt. Die Verbraucherzentrale rät leicht erkennbare Schäden am Hausrat deshalb sofort am Umzugstag noch auf dem Arbeitsschein zu vermerken und unterschreiben zu lassen. Für verdeckte Schäden gilt eine Reklamationsfrist von zehn Tagen. Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen, sondern prüfen Sie Ihren Hausrat gewissenhaft. Sie sollten erst dann unterschreiben, wenn alles ordnungsgemäß abgeliefert wurde. Bezahlung Klären Sie rechtzeitig, das heißt spätestens bei Vertragsabschluss, wann und wie gezahlt wird. Entweder Sie zahlen sofort nach dem Umzug, oder erst nachdem Sie die Rechnung erhalten haben.

