Günstige Handwerksarbeit durch Deutsche preiswert machen lassen
Wie jede andere Berufsgruppe haben auch deutsche Handwerker immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen: Unpünktlich, zu teuer, falscher Kostenvoranschlag sind nur einige Kritikpunkte, die auch gerne mal in satirischen Äußerungen von Kabarettisten und Comedians aufgegriffen werden. Sicherlich verstehen auch Handwerker Spaß, doch die Bedrohung zahlreicher Existenzen durch die Konkurrenz aus dem Ausland, insbesondere aus Osteuropa, die hohen steuerlichen Belastungen des Mittelstands und die allgemeine Konjunktur lassen auch bei vielen Zweifel aufkommen, ob das deutsche Handwerk so überhaupt noch eine Zukunft hat. Inwieweit aber entsprechen die Klischees auf der einen und die Befürchtungen auf der anderen Seite überhaupt der Realität? Laut einer Emnid-Umfrage vom Januar 2008 sind insgesamt 95% der Deutschen mit den Leistungen ihrer Handwerker vollauf zufrieden. Im eigenen Land genießen Sie also einen ausgezeichneten Ruf.Dennoch taucht immer noch die Frage auf, ob das aus der mittelalterlichen Zunft-Tradition gewachsene Konzept des Meistertitels noch zeitgemäß ist und nicht sogar einen Nachteil auf dem Binnenmarkt darstellt, da Arbeitskräfte aus anderen europäischen Ländern diesen nicht benötigen.
Deutsche Handwerker müssen nicht teuer sein - wir zeigen Ihnen wie
Andererseits jedoch ist der Meisterbrief nach wie vor ein Beweis für die besonders hohe Qualifikation und Basis des hervorragenden internationalen Rufs. So sind deutsche Handwerker in Skandinavien, England, Spanien und den USA heiß begehrt und ja, sogar in Polen. Letzteres hört sich nahezu absurd an, ist aber nur ein Zeichen für die natürliche Entwicklung sich vergrößernder Märkte. Der EU-Beitritt unseres Nachbarn führte zu einer immensen Abwanderung von Arbeitskräften ins Ausland. Zunehmende Kaufkraft und Konjunkturaufschwung im eigenen Land führten jedoch zeitgleich zu einem erhöhten Bedarf an Fachpersonal und Baumaterial. Die daraus resultierende Knappheit führte zu einem Anstieg des Preisniveaus, wodurch die Deutschen im Osten konkurrenzfähig wurden. Der Aquapark in Breslau beispielsweise wurde zu 80% von deutschen Betrieben errichtet. Fazit: Vielleicht hat Handwerk keinen goldenen Boden mehr- aber es auch noch lange nicht alles verloren!

