Abstandszahlung und Ablöse

Der Vormieter kann vom neuen Mieter eine Ablösesumme verlangen, beispielsweise für die von ihm gekaufte Einbauküche. Eine Abstandzahlung für den früheren Auszug ist hingegen unzulässig. Hier gibt es Infos.

Ablöse und Abstand – Wo liegt der Unterschied?

Obwohl Sie unterschiedliche Verfahren umschreiben, werden die Begriffe Ablöse und Abstand häufig verwechselt. Bei einer Ablöse geht es anders als beim Abstand um einen Ausgleich. Gegenstand der Ablöse sind in der Regel Möbel oder Einbauküchen, die der Vormieter dem neuen Mieter gegen die Zahlung einer Ablösesumme überlässt. Wenn auch Ihr neuer Vermieter nichts dagegen hat und Sie beispielsweise die gut erhaltene Einbauküche übernehmen möchten, können Sie mit dem Vormieter einen Kaufvertrag abschließen. Generell sind Sie aber nicht zur Übernahme von Inventar des Vormieters verpflichtet.

Höhe der Ablösesumme

Wenn Sie einen Einrichtungsgegenstand von dem Vormieter Ihrer neuen Wohnung erwerben möchten, muss der Preis im Verhältnis zum tatsächlichen Wert stehen. Sie sollten daher beispielsweise die Einbauküche vorab genau auf ihren Zustand hin überprüfen, beispielsweise indem Sie sich bei der Wohnungsbesichtigung von einem Gutachter begleiten lassen. Lassen Sie sich darüber hinaus die Rechnung zeigen. So wissen Sie, was die Küche ursprünglich gekostet hat und wie alt sie inzwischen ist. Sie können zwar zu viel gezahltes Geld zurückfordern, wenn die bezahlte Summe 50 Prozent über dem tatsächlichen Zeitwert liegt, schwierig wird es aber allemal. Einfacher ist es, erst gar nicht zu viel Geld zu bezahlen.

Wofür kann eine Ablösezahlung verlangt werden?

Wenn ein Mieter außerordentliche Investitionen in der Wohnung getätigt hat, kann er hierfür bei Auszug vom Vermieter eine Ablösezahlung verlangen. Solche Investitionen müssen innerhalb der letzten 20 Jahre getätigt worden sein und umfassen zum Beispiel den Einbau oder Austausch einer neuen Heizung oder eines Boilers, den Einbau eines neuen Badezimmers sowie den Einbau eines neuen Fußbodens. Für Möbel (wie Einbauküchen), gelegte Anschlüsse (Telefon oder TV) sowie Vertäfelungen der Decke u.Ä. kann dem Vermieter gegenüber kein Anspruch auf Ablöse gestellt werden. Hier kann man sich jedoch mit dem Nachmieter auf eine solche Zahlung einigen. Zur Übernahme verpflichtet ist dieser jedoch nicht.

Abstandszahlung

Anders verhält es sich bei einer Abstandszahlung, mit der sich der Vormieter seinen früheren Auszug bezahlen lassen möchte. Er bietet Ihnen beispielsweise an, die Wohnung schon vor Ablauf des Mietvertrages zu räumen und gegen eine Abstandszahlung früher auszuziehen. Ein verlockendes Angebot, da in diesem Fall die Wohnungsübergabe früher stattfinden kann und Sie mehr Zeit für etwaige Renovierungen und den Umzug haben. Laut Mietgesetz ist dies jedoch unzulässig. Gehen Sie auf Vereinbarungen dieser Art daher nicht ein.

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