Wände tapezieren leicht gemacht

Die Tapete liegt durch neue Muster und Materialien wieder voll im Trend. Dabei sind Ihrer Kreativität mit unzähligen Designs nahezu keine Grenzen gesetzt. Barock anmutende Muster, klassischer Streifenlook oder romantische Blüten zaubern eine individuelle Stimmung. Einen Raum gestalten Sie damit innerhalb von wenigen Stunden komplett neu. Wie Sie ganz einfach selbst Wände tapezieren, erklärt Ihnen Umzugsauktion.

Sauberer Untergrund

Achten Sie darauf, dass der Untergrund gründlich von Farb- und Tapetenresten befreit ist und Risse bzw. Löcher ausgebessert sind. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Ihre Wände richtig renovieren. Rost- und Wasserflecken sollten Sie darüber hinaus mit einer Isolier-Grundierung überstreichen. Diese verhindert das spätere Durchschlagen auf die neue Tapete. Wenn Sie heute schon an morgen denken, verwenden Sie unter der neuen Tapete zudem einen sogenannten Tapeten-Wechselgrund. Damit lässt sich die Tapete später mühelos von der Wand abziehen und Sie sparen sich das ansonsten oft sehr mühsame Ablösen der alten Tapete. Verwenden Sie für farbige Vliestapeten einen pigmentierten Tapetengrund.

Tapete zuschneiden

Schneiden Sie die Tapetenrolle in einzelne Tapetenbahnen. Nehmen Sie hierzu die Raumhöhe und addieren Sie eine Sicherheitszugabe von jeweils zehn Zentimetern gemäß dem Rapport (Musterverlauf). Schneiden Sie bei Versatzmustern jede zweite Bahn um die Hälfte des Rapports versetzt zu. Bei Tapeten ohne Muster können Sie die einzelnen Bahnen alle gleich lang zuschneiden.

Erste Tapetenbahn anbringen

Kleistern Sie die Tapetenbahnen nun mit einem großen Pinsel (Quast) auf der Rückseite ein und legen Sie diese so zusammen, dass die Kleberseite aufeinander liegt. Achten Sie darauf, dass beim Zusammenlegen keine Knicke in der Tapete entstehen und Sie nur so viele Bahnen einkleistern, wie Sie innerhalb von zehn bis 15 Minuten verarbeiten können.

Richten Sie die erste Tapetenbahn in einer Raumecke auf der Fensterseite am besten an einem Senklot aus, damit später alle Bahnen senkrecht verlaufen. Tapezieren Sie immer kommend von der Licht- bzw. Fensterseite. Lassen Sie bei der Tapetenbahn einen Überstand zur Decke stehen, um eventuelle Unebenheiten ausgleichen zu können. Sie müssen nun die angeklebte Tapetenbahn gründlich und gleichmäßig von der Mitte nach außen hin andrücken. Am besten funktioniert das mit einer Tapezierbürste.

Markieren Sie nun die Übergänge der Tapete zur Decke, indem Sie die Tapete mit einem stumpfen Gegenstand fest in die Kante drücken. Ziehen Sie anschließend die Tapete ein wenig ab und schneiden Sie diese entlang der entstanden Linie ab. Achten sie darauf, dass Sie die Tapeten kürzen, solange der Tapetenkleister noch nass ist.

Weitere Tapetenbahnen anbringen

Fügen Sie nun jede weitere Tapetenbahn an die senkrechte Kante der vorherigen Bahn an und verfahren Sie in den bereits beschriebenen Arbeitsschritten. Anschließend drücken Sie mit einem glatten Nahtroller die Nähte fest an und entfernen gegebenenfalls überschüssige Kleisterreste mit einem sauberen Lappen. Damit sich die Nähte nicht lösen, darf die Tapete nicht zu schnell trocknen. Vermeiden Sie daher Zugluft und ein zu starkes Aufheizen des Raumes.

Ecken und Türübergänge tapezieren

Lassen Sie bei Papiertapeten die Tapete an den Raumecken etwa zwei Zentimeter überstehen. Schneiden Sie den Überstand anschließend an mehreren Stellen ein und setzen Sie den Rest der Bahn oder eine neue Bahn auf diesem Überstand an. Arbeiten Sie bei dicken Vlies- oder Strukturtapeten nur mit einem leichten Überstand an den Ecken. Türübergänge tapezieren Sie immer von einer Seite – und versuchen Sie bitte nicht, sich von beiden Seiten an die Türzargen „heranzutapezieren“. Bei Mustertapeten schaffen Sie damit in der Regel keinen schönen Musteranschluss.

Wenn Sie die Tapezierarbeiten lieber von einem Fachmann durchführen lassen wollen, geben wir Ihnen hier praktische Tipps, wie Sie professionelle Handwerker finden.