Auswandern nach Frankreich – Fragen und Antworten

Sie wollen nach Frankreich ziehen? Eine gute Wahl. Das Land ist bekannt für sein hervorragendes Essen, die edlen Weine, abwechslungsreiche Landschaften und kulturelle Lebensfreude. Das mediterrane Klima ist bei vielen beliebt und gerade ältere Deutsche ziehen es in Erwägung, für den Lebensabend nach Frankreich auszuwandern. Aber auch viele Studenten und junge Arbeitnehmer zieht es nach Frankreich. Was Sie bei Ihrer Auswanderung nach Frankreich beachten müssen, finden Sie hier im Überblick.

Geht das ohne Visum?

Die Einwanderung nach Frankreich ist für deutsche Staatsbürger kein Problem. Sie benötigen für die Einreise lediglich einen Reisepass oder Personalausweis. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten müssen Sie in Frankreich einen Wohnsitz anmelden.

Umzug nach Frankreich mit einer Spedition

Bevor Sie ein Umzugsunternehmen für den Umzug nach Frankreich beauftragen, sollten Sie die Angebote miteinander vergleichen und nachfragen, welchen Service die Firma übernimmt.

  • Kümmern sie sich um das Ein- und Auspacken Ihrer Habseligkeiten?
  • Übernehmen sie den Ab- und Aufbau der Möbel?
  • Kümmern sie sich um die Zollformalitäten?
  • Säubern sie die alte Wohnung?

Umzugsauktion-Spartipp: Fragen Sie bei dem Umzugsunternehmen nach, ob sie Beiladungen anbieten – damit können Sie die Umzugskosten stark reduzieren.

Leben und arbeiten in Frankreich – Was ist zu beachten?

Arbeitserlaubnis, Schulplatz und Kranken­versicherung: Eine Arbeitserlaubnis ist für die Aufnahme einer Tätigkeit nicht nötig, sie erleichtert Ihnen aber verschiedene Behördengänge. Dazu müssen Sie die französische Sprache beherrschen, denn Fremdsprachen stehen die Franzosen nicht tolerant gegenüber. In Frankreich gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn. Nachdem Sie sechs Monate in die französische Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld. Kinder ab dem dritten Lebensjahr bekommen kostenlos einen Platz in einer Ganztagsvorschule. Dazu müssen Sie eine kleine Liste an Impfungen vorweisen können. Mit der Anmeldung eines festen Wohnsitzes erhalten Sie eine Sozialversicherungsnummer und eine Krankenversicherung und können damit auch ein Konto in Frankreich eröffnen.

Wohnen in Frankreich – Wie teuer sind die Mieten? Wenn Sie in Paris wohnen möchten, sollten Sie sich auf hohe Mietkosten einstellen. Die Pariser Mieten übersteigen bei weitem die Mieten in deutschen Großstädten. Außerhalb von Paris und in anderen Städten sowie auf dem Land sind die Mietpreise mit denen in Deutschland vergleichbar. Um eine Wohnung in Frankreich zu mieten, benötigen Sie ein französisches Bankkonto und einen einheimischen Bürgen. Die meisten Mietwohnungen werden über einen Makler vermittelt. Sie bekommen eine Wohnung nur, wenn Sie mindestens das Dreifache des Mietpreises verdienen. Zudem müssen Mieter in Frankreich Wohnsteuer bezahlen.

Auswandern nach Frankreich als Rentner – Lohnt sich das?

Wenn Sie sich einen Alterswohnsitz in Frankreich wünschen, tauchen damit Fragen der Rentenansprüche und der Versicherung auf. Sie können jedoch ganz beruhigt sein: Als deutscher Rentner bleiben Sie Mitglied der deutschen Rentenkrankenversicherung. Das heißt, Sie haben Anrecht auf eine medizinische Erstversorgung zu Lasten Ihrer Krankenpflegeversicherung. Brauchen Sie in Frankreich einen Arzt, zeigen Sie einfach Ihre Krankenversicherungskarte vor. Die Rentenbezüge bekommen Sie weiterhin, Sie müssen sie lediglich in Frankreich versteuern. Die Lebenshaltungskosten in Frankreich sind mit denen in Deutschland vergleichbar.

Checkliste für Ihren Umzug nach Frankreich

Für den Umzug Deutschland-Frankreich sollten Sie sich gut vorbereiten. Auch wenn Frankreich ein Nachbarland Deutschlands ist, sollten Sie folgende Punkte sorgfältig planen:

  • Überprüfen Sie Ihren Personalausweis und Ihren Reisepass auf deren Gültigkeit.
  • Bitten Sie Ihre Sozialversicherung um eine europäische Krankenversicherungskarte.
  • Nehmen Sie Ihre Geburtsurkunde mit. Diese benötigen Sie für verschiedene Behördengänge in Frankreich.
  • Fertigen Sie beglaubigte Kopien Ihrer Ausbildungsabschlüsse und Zeugnisse mit Übersetzung ins Französische an.
  • Melden Sie sich in Deutschland ab und bitten Sie die Rentenkasse und das Finanzamt um entsprechende Nachweise.
  • Kalkulieren Sie die Kosten für Ihren Umzug nach Frankreich.
  • Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, ob Sie Ihr Konto auf eine Bank in Frankreich übertragen können.
  • Melden Sie sich zu einem französischen Sprachkurs an.
  • Melden Sie sich bei Ihrer Ankunft beim deutschen Konsulat an. Es ist zunächst Ihre erste Anlaufstelle in Frankreich und gibt Ihnen weitere örtliche Kontaktadressen, an die Sie sich bei Fragen wenden können.
  • Schließen Sie eine französische Hausratsversicherung und Kfz-Versicherung für Ihren Pkw ab.

Eigentum statt Miete?

Wenn Sie in Frankreich in Wohneigentum investieren wollen, können Sie dies als Deutscher problemlos tun. Achten Sie jedoch darauf, dass der Vorvertrag beim Immobilienerwerb bereits rechtlich bindend ist.