Umziehen nach Skandinavien – Tipps für Auswanderer

Die ungezähmte Natur, geringe Arbeitslosenzahlen, ein hoher Lebensstandard und die freundlichen Menschen, die man in allen skandinavischen Ländern antrifft, haben es vielen Deutschen so angetan, dass sie in nördliche Gefilde ziehen möchten. Haben Sie sich auch in ein skandinavisches Land verliebt und möchten in Zukunft dort leben? Umzugsauktion sagt Ihnen, worauf Sie als Auswanderer achten sollten.

Alles vorbereitet? Planen Sie Ihren Skandinavien-Umzug gründlich

Solide Sprachkenntnisse sollten Sie mitbringen, egal in welches skandinavische Land Sie ziehen möchten. Besuchen Sie daher am besten schon vor dem Umzug einen Sprachkurs in Deutschland und versuchen Sie, in Skandinavien möglichst schnell mit den Nachbarn in Kontakt zu kommen. Wer den Menschen gegenüber aufgeschlossen ist, wird die Sprache im Land sehr schnell lernen. Generell sollten Sie sich im Vorfeld gut über die Gepflogenheiten in Ihrem Wunschland informieren. Fragen, die Sie vorab klären sollten, sind:

  • Gibt es Jobs für Ausländer?
  • Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?
  • Wie ist das Bildungssystem beschaffen?
  • Welche Steuern müssen Ausländer zahlen?
  • Braucht man als Auswanderer eine Auslandskrankenversicherung?
  • Wie sieht das Sozialsystem aus?

Einreise- und Aufenthaltsformalitäten klären und erledigen

Als EU-Bürger benötigen Sie für die Einreise in die EU-Länder Skandinaviens kein Visum, also in Schweden, Finnland und Dänemark. Sie brauchen nur einen gültigen Personalausweis und benötigen auch keine Aufenthaltsgenehmigung oder gar Arbeitserlaubnis im Land. Allerdings muss man sich in vielen Ländern spätestens nach drei Monaten bei der Einwanderungsbehörde melden. In manchen skandinavischen Ländern, wie zum Beispiel Schweden, müssen Sie Ihren Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt angeben und eine Personennummer beantragen, wenn Sie dort länger als ein Jahr leben möchten.

Norwegen ist ein Sonderfall: Das Land ist zwar Mitglied des Schengen-Abkommens, aber nicht der Europäischen Union. Das heißt, Sie dürfen zwar visumfrei einreisen, müssen aber spätestens zwei Wochen nach Ihrer Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, wenn Sie länger als drei Monate in Norwegen verbringen möchten.

Auch Island hat als Nicht-EU-Land eine Meldepflicht für Ausländer, die länger als drei Monate im Land bleiben wollen. Erkundigen Sie sich also im Vorfeld über besondere Einreise-, Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen in Ihrer Wunschheimat.

Umzug nach Skandinavien: Einfuhr­bestimmungen beachten

Innerhalb der EU können Sie Ihr Umzugsgut an Ihren neuen Wohnsitz transportieren, ohne große behördliche Formalitäten erledigen zu müssen. Für Norwegen-Auswanderer sieht das anders aus: Da Norwegen nicht Mitglied der EU ist, gelten für die Einfuhr von Umzugsgut gesonderte Bestimmungen und Zollvorschriften. Die meisten Sachen, die zu Ihrem Haushalt gehören und somit Umsiedlungsgut sind, können Sie aber dennoch zollfrei einführen. Neue Gegenstände müssen sie jedoch verzollen. Besondere Zollvorschriften gelten auch für die Einfuhr von Lebensmitteln, Pflanzen, Tieren, Fahrzeugen und Waffen. Ähnliches gilt für Island.

Wohnen in Skandinavien: Besonderheiten

In vielen Gegenden Skandinaviens ist es nicht so einfach, eine Mietwohnung zu finden – viele Skandinavier leben in ihrer eigenen Immobilie. Das Angebot an Mietimmobilien ist daher relativ gering. Rechnen Sie also damit, dass Sie eine Weile brauchen, um eine geeignete Immobilie zu finden. Beschaffen Sie sich rechtzeitig eine Übergangsunterkunft, etwa in einer Ferienwohnung. Informieren Sie sich auch über alternative Wohnmöglichkeiten: In Schweden beispielsweise gibt es Wohnvereine, in die man sich einkaufen kann.