Was Arbeitssuchende beim Umzug beachten müssen

Wenn Arbeitssuchende in eine neue Wohnung oder sogar in eine neue Stadt umziehen, gibt es einige Aspekte zu beachten. In diesem Ratgeber finden Sie wichtige Informationen für einen Umzug und den dazugehörigen Umgang mit dem Arbeitsamt.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für einen Umzug?

Ob sich das Arbeitsamt an den Kosten für einen Umzug beteiligt, ist abhängig von der jeweiligen Situation. Hat ein Empfänger des ALG I beispielsweise einen neuen Job in einer anderen Stadt gefunden, liegt es im Interesse des Arbeitsamtes, den Umzug zu unterstützen. Denn durch den neuen Job wird der Empfänger wieder zum Beitragszahler. Aufgrund der Arbeitslosigkeit während des Wohnungswechsels stehen Beitragsempfängern geringe oder keine finanziellen Mittel für den notwendigen Umzug zur Verfügung. Als notwendig erachtet das Arbeitsamt einen Umzug für einen neuen Arbeitsplatz, wenn der tägliche Arbeitsweg die Zeit von 2,5 Stunden überschreitet. Das Amt übernimmt jedoch nicht alle anfallenden Umzugskosten, sondern die, die es als angemessen erachtet. So besteht kein Anspruch auf die Kostenübernahme für den Abbau der Möbel, Verpackungsmaterial oder das Packen der Umzugskartons. Kosten für eine eventuelle Renovierung oder die Mietkaution gewährt Ihnen das Amt als Darlehen. Wollen Sie einen Antrag auf die Kostenübernahme stellen, legen Sie dem Arbeitsamt den Mietvertrag sowie jeweils einen Kostenvoranschlag von mindestens drei Umzugsunternehmen vor.

Was ist beim Ummelden zu beachten?

Wer Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt bezieht, ist verpflichtet, einen Umzug beim Arbeitsamt zu melden. Und zwar unverzüglich. Wenn Sie sich rechtzeitig ummelden, können Sie finanzielle Nachteile vermeiden. Ihren Umzug melden Sie dem Arbeitsamt online oder telefonisch. Im Internet finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit ein Online-Formular, das sich einfach ausfüllen lässt. Dieses erhalten Sie ebenfalls in Ihrem Jobcenter. Ebenso unkompliziert teilen Sie ihre neue Adresse unter der kostenlosen Telefonnummer mit: 0800-4555500. Melden Sie den Umzug nicht, kann das Amt die Zahlung des Arbeitslosengeldes einstellen. Grund hierfür ist, dass eine wichtige gesetzliche Bedingung nicht mehr besteht – Sie sind für die Arbeitsvermittlung nicht mehr verfügbar. Ein Nachsendeantrag deckt dies nicht ab. Mit einer rechtzeitigen Meldung Ihres Umzugs beim Arbeitsamt stellen Sie sicher, dass Sie weiterhin erreichbar sind. Somit verhindern Sie einen möglichen Ausfall oder Rückforderungen des Arbeitslosengeldes. Als rechtzeitig gilt hierbei ein Zeitpunkt spätestens eine Woche vor dem Auszug. Ist nach dem Umzug eine andere Stadt eine andere Arbeitsagentur zuständig, melden Sie sich beim neuen Jobcenter so früh wie möglich. Nur dann ist gewährleistet, dass die Zahlungen ohne Unterbrechung weiterlaufen. Denken Sie zudem Sie an das Ummelden beim zuständigen Einwohnermeldeamt. Wird dies vergessen, ist die Agentur für Arbeit auch in diesem Fall berechtigt, gezahlte Leistungen zurückzufordern.

Zur Kostenübernahme bei Hartz IV-Umzug

Beziehen Sie Arbeitslosengeld II und planen einen Umzug? Informieren Sie sich hier über die Kostenübernahme sowie über Ihre Rechte und Pflichten beim Hartz IV-Umzug.