Umzugskosten: Wie Sie sparen können

Egal ob Sie Ihren Umzug in Eigenregie planen oder ihn mit einem professionellen Umzugsunternehmen durchführen – ein Umzug kostet Geld. Kalkulieren Sie Ihren Umzug am besten weit im Vorfeld durch, um einen Überblick über die Kosten zu erhalten. Umzugsauktion erklärt, wo Umzugskosten entstehen und wo Sie sparen können.

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Umzugsunternehmen engagieren oder nicht?

Um Umzugskosten vergleichen zu können, sollten Sie sich zunächst Angebote von verschiedenen Umzugsunternehmen einholen. Eine solche Anfrage dauert über eine Umzugsauktion nur wenige Minuten und liefert Ihnen einen ersten Überblick. Meist liegen die Kosten für ein professionelles Umzugsunternehmen nicht viel höher als die einzelnen Komponenten für Umzugswagen, Kartons und Verpflegung etc. bei einem privat organisierten Umzug kosten. Mit Ihrem persönlichen Umzugsberater haben Sie außerdem einen Umzugsexperten an Ihrer Seite, der mit Ihnen alle Angebote sichtet und Sie auf weitere Sparmöglichkeiten hinweist, aber auch auf die Dinge, die für einen reibungslosen Umzug von Bedeutung sind und manchmal auf den ersten Blick gar nicht so wichtig erscheinen.

Brandenburger Tor

Ein Beispiel:

Susanne möchte von einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Hamburg nach Berlin umziehen. Mit einer Umzugsauktion ermittelt sie einen Gesamtpreis von 1.275 €, inklusive Montage, Halteverbotszone und einem Versicherungsschutz bis 13.000 €. Würde sie selbst in Hamburg einen Transporter mieten und in Berlin zurückgeben, würde sie der Lkw 670 € kosten. Für die Halteverbotszonen in Hamburg und Berlin kämen noch einmal 250 € hinzu. Die reinen Mietkosten lägen also bereits bei 920 €. Verpflegung für Helfer sowie Verpackungsmaterial ist hier noch nicht mit eingerechnet. Außerdem müsste Susanne alle Möbel selbst ab- und wieder aufbauen. Hier erfahren Sie, wann sich ein Privatumzug lohnt und wann eine Umzugsfirma.

 

Verpackungsmaterial und Umzugskartons

Wenn Sie ein Umzugsunternehmen engagieren, kann dieses auch das Bereitstellen und Packen der Umzugskartons übernehmen. Führen Sie Ihren Umzug selbst durch, können Sie Umzugskartons kaufen oder mieten. Aber auch anderes Verpackungsmaterial birgt oft ungeahnte Kosten. Luftpolsterfolie, Klebeband etc. sollten Sie bei Ihrer Planung der Umzugskosten mit einberechnen.

Umzugswagen mieten

Wenn Sie Ihren Umzug selbst durchführen, kommen Sie um das Mieten eines Transporters für den Umzug kaum herum. Gehen Sie sicher, dass Sie Ihr Umzugsgut in einer Ladung transportieren können, um unnötige Kosten durch Mehrfahrten zu umgehen. Wenn Sie sperrige oder empfindliche Stücke transportieren müssen, prüfen Sie, ob sich eine Beiladung für Sie lohnt.

Maklergebühren

Seit dem 1. Juni 2015 gilt bei den Maklergebühren für Mietobjekte das Bestellerprinzip. Wenn Sie also auf ein Wohnungsangebot reagieren, sollten Sie nicht zur Zahlung der Maklerkosten aufgefordert werden. Begeben Sie sich jedoch selbst aktiv mithilfe eines Maklers auf Wohnungssuche, müssen Sie den Vermittler auch bezahlen. Hier erfahren Sie, wie viel Sie für die Courtage einplanen sollten.

Ablösezahlungen

Wenn Sie dem Vormieter gewisse Einrichtungsgegenstände oder Arbeiten mit einer Ablöse abkaufen, sollten Sie diese auch in Ihre Umzugskostenrechnung mit einplanen. Hier erfahren Sie, welche Ablösezahlungen rechtens sind, und auf welche Forderungen Sie sich nicht einlassen müssen.

Umzugsversicherung

Wenn Sie mit einer Umzugsfirma umziehen, sind Sie meistens durch deren Versicherungsschutz abgesichert. Wenn Sie Ihren Umzug jedoch selbst durchführen, können Sie für dabei entstehende Schäden haftbar gemacht werden. Mit einer Umzugsversicherung können Sie sich vor teuren Forderungen schützen.

Kaution

Mit einer Kaution sichert sich der Vermieter gegen etwaige Schäden oder Mietrückstände ab. In der Regel sollten Sie drei Monatskaltmieten dafür einplanen. Lesen Sie hier mehr über die rechtlichen Voraussetzungen und Alternativen zur Kautionszahlung.

Renovierungsarbeiten

Auch die Renovierung der alten oder neuen Wohnung kann ganz schön ins Geld gehen. Bedenken Sie, dass Sie gegebenenfalls etwaige Mängel in der alten Wohnung beseitigen müssen. Und selbst, wenn die neue Wohnung frisch renoviert ist, können Renovierungskosten anfallen, wenn Sie zum Beispiel farbig streichen, tapezieren oder einen neuen Boden verlegen wollen.

Praktische Tipps: So können Sie beim Umzug sparen

  • Angebote vergleichen: Wenn sie ein Umzugsunternehmen beauftragen wollen, sollten Sie unbedingt unterschiedliche Angebote vergleichen. Mit einer Umzugsauktion lassen sich bis zu 40 % der Kosten sparen.
  • Steuern sparen: Unter bestimmten Umständen können Sie einige Ihrer Umzugskosten von der Steuer absetzen. Hier erfahren Sie mehr dazu.
  • Nur Notwendiges reparieren: Prüfen Sie genau, zu welchen Renovierungsarbeiten Sie verpflichtet sind. Nicht alle vom Vermieter verlangten Schönheitsreparaturen müssen Sie auch durchführen. Überprüfen Sie Ihren Mietvertrag und wenden Sie sich im Zweifelsfall an den Mieterbund.
  • Unterstützung beantragen: Beziehen Sie Hartz IV, bekommen Sie für einen notwendigen Umzug Unterstützung. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Umzug bei Hartz IV.
  • Rechtzeitig kündigen: Beachten Sie die Kündigungsfristen Ihrer Versorger sowie von Telefon- oder Kabelanbietern. Wenn Sie Ihre Verträge zu spät abmelden, müssen Sie gegebenenfalls länger zahlen. Auch der Vergleich von Anbietern lohnt sich jetzt. In einer neuen Stadt kann es regionale, günstigere Anbieter geben.

Umzugskosten -Checkliste: So behalten Sie alles im Blick!

Auf dieser praktischen und übersichtlichen Checkliste sind alle Kosten rund um den Umzug aufgeführt. Diese können Sie sich kostenlos als PDF zum Ausdrucken herunterladen.

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