Umzug nach Hamburg: Steife Brise und viel Wasser in der Hansestadt

Gründe für einen Umzug nach Hamburg gibt es viele. Neben einer vielfältigen Kultur- und Gastronomieszene hat die Stadt in Sachen Lebensqualität viel zu bieten. Wo Sie in Hamburg wohnen möchten bzw. können, hängt maßgeblich von Ihrem verfügbaren Einkommen ab. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von knapp elf Euro liegen die Mieten nur wenig unter dem Niveau von München und Frankfurt. Umzugsauktion klärt auf und gibt praktische Tipps.

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Hamburg und seine Stadtteile

Hamburg hat insgesamt 105 Stadtteile, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Da gibt es das schicke Eppendorf mit einer eigenen Innenstadt, das hippe Ottensen, das gut betuchte Blankenese, das umstrittene Wilhelmsburg oder die schnoddrige Schanze. Bei einem Umzug nach Hamburg hat man da die Qual der Wahl. Fragen Sie jedoch einen Hamburger nach seiner Meinung, wird Ihnen dieser immer seinen eigenen Stadtteil ans Herz legen. Ein Wilhelmsburger würde so die Elbinsel mit der internationalen Gartenschau oder die junge, hippe und kreative Szene im Stadtteil nennen, ein Winterhuder hingegen von den schönen Cafés und der Nähe zu Stadtpark und Alster schwärmen.

BIP je Erwerbstätigen in Hamburg 2014 (€)

Günstig Wohnen in Hamburg

Richtig günstig wohnt man in der norddeutschen Musical-Stadt fast nirgendwo. Wer es sich leisten kann, wohnt in Poppenbüttel, Othmarschen oder den Elbvierteln im Südwesten der Stadt. Auch die Walddörfer wie Volksdorf oder Ohlstedt sind für gutverdienende Familien eine beliebte Gegend. Nicht hip, für Familien aber besonders attraktiv ist Ohlsdorf bzw. Fuhlsbüttel. Dort wohnen Sie sehr grün, (relativ) mietgünstig und sind dennoch nicht zu weit vom Geschehen entfernt. Darüber hinaus gibt es alles, was Sie zum Leben brauchen, in unmittelbarer Nähe, samt Parks und ausreichend Spielplätzen für die Kleinen.

Wer noch keine Familie hat und gerne zentraler wohnen möchte, kann mit etwas Glück auch in beliebten Szene-Vierteln wie dem Schanzenviertel oder St. Pauli noch günstige WG-Zimmer finden. Diese Trendquartiere waren noch vor nicht allzu langer Zeit schmuddelige Arbeiter-Viertel und viele WGs konnten alte Mietverträge über die Jahre retten. Wer auf der Suche nach einer eigenen Wohnung ist und dabei nicht zu tief in die Tasche greifen will, kann sich in Altona Nord, Wandsbek, Billstedt, Rahlstedt oder Barmbek (Nord und Süd) umsehen. Diese Viertel sind gut angebunden, verfügen aber noch nicht über eine ausgeprägte Kulinarik- und Shopping-Kultur, weshalb man hier noch günstigen Wohnraum finden kann. Im Kommen ist das südlich der Elbe gelegene Wilhelmsburg. Seit einigen Jahren als kommendes Künstler- und Studenten-Viertel gehypt, konnte es den erhofften Status als Szene-Quartier noch nicht ganz erreichen. Tatsächlich zieht es aber immer mehr junge und kreative Leute an, die sich auf der Suche nach großen Räumen und günstigen Mieten auf die Südseite der Elbe begeben. Auch Harburg und die Veddel profitieren von diesem Trend.

HafenCity: neuer Stadtteil mit vielen Wasserflächen

Zwischen Elbe und Speicherstadt erhält die HafenCity ihr besonderes Flair durch den großen Anteil an Wasserflächen. Rund ein Drittel der Gesamtfläche des Stadtteils sind von Wasser bedeckt. Das Quartier entstand bzw. entsteht auf nicht mehr genutztem Hafengebiet, nur rund 15 Gehminuten von der Innenstadt und dem Jungfernstieg, entfernt. Entlang der Ufer von fünf Hafenbecken aus dem 19. Jahrhundert entstehen nach und nach zahlreiche Wohnhäuser, deren Wohnungen teilweise einen sensationellen Blick auf die Elbe bieten. Die wenigen Grünflächen und die dichte Bebauung macht der ganz besondere Charme durch die Mischung von Arbeiten und Wohnen wieder wett.

Der gesamte neue Stadtteil soll bis 2020/25 fertiggestellt sein. Bis dahin sollen etwa 10.000 bis 12.000 Menschen in der HafenCity wohnen und etwa 40.000 dort arbeiten. Schon heute kann man entlang der historischen Kais flanieren oder auf den Magellan- oder Marco-Polo-Terrassen entspannt verweilen. Am Südtorkai/Dalmankai entstanden darüber hinaus zahlreiche Cafés, Bars, Restaurants und Geschäfte. Am Magdeburger Hafen sollen vorwiegend Geschäfte, Restaurants und Hotels entstehen. Mit der Großbaustelle der Elbphilharmonie ist der Stadtteil bereits heute weit über die Grenzen Hamburgs bekannt.

Eimsbüttel: mondän, gesellig und nicht protzig

Eimsbüttel ist eines der beliebtesten Wohnviertel der Hamburger und hat viele Gesichter. Hier leben Menschen, denen Altona zu schmuddelig und Eppendorf zu gediegen ist. Zu den Bewohnern zählen neben Studenten, Künstlern und Werbern auch Familien, die das Flair des von Altbauten geprägten Stadtteils schätzen.

In Eimsbüttel gibt es verschiedene Wochenmärkte und sehr schöne Grünanlagen. Hierzu zählt beispielsweise der Park „Am Weiher“, dessen Teich von alten knorrigen Bäumen und Wiesen umsäumt ist. Das ehemalige Klohäuschen wurde hier zu einem Café umgebaut, dessen Plätze sehr begehrt sind.

Winterhude: ruhig, niveau­voll und grün

Im Bezirk Hamburg-Nord gelegen erstreckt sich der Stadtteil Winterhude von der Südseite des Stadtparks bis zum Mühlenkamp an der östlichen Außenalster. Die Innenstadt erreichen Sie von hier aus in einer guten Viertelstunde mit der U-Bahn.

Im nördlichen Stadtteilgebiet von Winterhude befinden sich beschauliche und zum Teil begrünte Straßen mit Einfamilienhäusern sowie Alt- und Neubauten. In der unmittelbaren Umgebung finden sich traditionsreiche Geschäfte, gemütliche Restaurants und viele Cafés. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten ergänzen das Angebot in diesem Quartier und lassen keine Wünsche offen.

Zum Teil am Leinpfadkanal gelegen, finden sich in Winterhude-Süd exklusive Villen in ruhigen und baumbestandenen Straßen. Im östlichen Winterhude finden Sie schicke, neue Ausgehmöglichkeiten und stilvolle Cafés, die teilweise an zwei Alsterkanälen direkt am Wasser liegen. In den umliegenden ruhigen Straßen bestimmen Wohnhäuser aus den Zwanzigerjahren das Stadtbild.

Der Stadtteil ist darüber hinaus eine urbane grüne Oase. Mit Planetarium und Badesee liegt der Hamburger Stadtpark auf dem Gebiet von Winterhude. Hier finden Sie neben Waldflächen verschiedene Spiel- und Sportplätze und eine Freilichtbühne. Zu Fuß erreichen Sie zudem schnell die Alster und ihre Kanäle.

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Arbeitslosenquote in Hamburg 2014

Umzugstipps für Hamburg

Auf Umzugsauktion finden Sie viele Tipps zu Ihrem Umzug nach Hamburg. Vergleichen Sie die Preise von verschiedenen Umzugsunternehmen oder informieren Sie sich darüber, wie Sie Ihr Hab und Gut sicher verpacken. Wenn Sie privat umziehen und noch nicht genug Freunde zum Möbeltragen vor Ort haben, haben Sie in Hamburg das Glück, dass es in der Studentenstadt viele günstige Umzugshelfer gibt, die man ganz einfach, zum Beispiel über das Schwarze Brett an einer der Universitäten, engagieren kann.

Mit der praktischen Umzugscheckliste behalten Sie dabei alles im Blick und können Ihrem Umzug entspannt entgegenblicken. Aufgrund der enormen Parkplatzknappheit in ganz Hamburg sollten Sie auf jeden Fall eine Halteverbotszone reservieren, um einen Lkw-Stellplatz vor der Haustür zu garantieren. Den Antrag können Sie bei Ihrem zuständigen Polizeikommissariat stellen. In Hamburg kann Sie eine Halteverbotszone bis zu 125 Euro kosten. Die Kosten richten sich dabei unter anderem nach der Länge des gewünschten Parkplatzes. Denken Sie bei der Beantragung immer auch daran, dass Sie hinter Ihrem Wagen genug Platz zum Ausladen einplanen müssen. Bei einem 7,5 t Lkw empfiehlt Umzugsauktion eine Halteverbotszone von 12 Metern. Denken Sie auch daran, den Umzug rechtzeitig im Voraus anzumelden. Damit Sie geparkte Wagen abschleppen lassen dürfen, müssen die Halteverbotsschilder seit mindestens drei Tagen stehen. Wenn Sie mit einer Umzugsfirma umziehen, übernimmt diese im Regelfall das Einrichten der Halteverbotszone.

Denken Sie daran, dass Sie sich innerhalb einer Woche in Hamburg anmelden müssen. Zugezogene über 16 Jahren müssen dazu persönlich bei einem der 20 Kundenzentren im Stadtgebiet erscheinen. Die Anmeldung kostet 10 Euro. Kinder bis 16 Jahren können von ihren Eltern angemeldet werden. In der Regel müssen dafür aber alle Sorgeberechtigten anwesend sein. Und Achtung, auch Hunde müssen Sie anmelden. Alle Informationen zur Um- und Anmeldung finden Sie hier.